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des Eglises réformées Berne-Jura-Soleure.
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Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn Bereich Theologie pwb Fachstelle Weiterbildung Bürenstrasse 12 Postfach CH-3000 Bern 23 Tel. 031 370 28 01 Fax 031 370 28 09 pwb@refbejuso.ch
Die Fachstelle Weiterbildung (pwb) der Ref. Kirchen Bern-Jura-Solothurn
"Die institutionalisierte Pfarrerweiterbildung ist ein Kind der 60er Jahre. Sie entsteht am Scharnier zwischen ewig gültigem Auftrag der Kirche (das Evangelium weitertragen) und der Erfahrung einer sich immer rascher verändernden Welt." So beginnt eine Standortbestimmung, die der erste Leiter der Berner Pfarrerinnen- und Pfarrerweiterbildung (pwb), Pfr. Charles Buri, im Jahr 1986 verfasst hat. Und als Bilanz der ersten Jahre hält er fest: "PfarrerInnen sind von Jahr zu Jahr zunehmend motiviert, an Kursen teilzunehmen. Sie sind überzeugt, dass eine seriöse Fortbildung das Rüstzeug zu befriedigender und effektiver Amtsführung vermittelt."
Eine "Studienkommission für die Weiterbildung der Pfarrer" (intern Stupf-Kommission genannt) war in Bern seit 1969 tätig. Von Anfang an dabei war Charles Buri. Im Jahr 1973 wurde er offiziell zum Beauftragten für die Pfarrerweiterbildung bestimmt und im Januar 1974 im Berner Münster in sein Amt eingesetzt. Im gleichen Jahr erschien eine erste Broschüre mit 23 Fortbildungsangeboten. Als Herausgeber figurierte (wie bis vor kurzem üblich) der Schweizerische Evangelische Kirchenbund bzw. dessen Weiterbildungskommission. Interessanterweise wurden damals fast ausschliesslich Kurse angeboten, die zehn Tage dauerten. Als Neuerung wurden in jenen Jahren Balint- und Supervisionsgruppen sowie das CPT angeboten.
Trotz aller Bemühungen war in der zweiten Hälfte der 80er Jahre eine Ernüchterung festzustellen bzw. eine gewisse Bildungseuphorie offensichtlich im Abklingen. So ist damaligen Dokumenten die Klage zu entnehmen, einzelne Pfarrpersonen würden sich lieber durch Bücher und Zeitschriften oder andere Anlässe fortbilden als durch das kirchliche Kursprogramm. Es gebe solche, die "aus prinzipiellen theologischen und persönlichen Gründen jede Fortbildung" ablehnten. Daneben blieben etliche wegen des permanenten Zeitdrucks oder einer wachsenden Resignation im Pfarramt den Angeboten fern. Als Massnahmen wurde dazu übergegangen, einerseits kürzere (griffigere) Kurse anzubieten und andererseits - mit damaliger Terminologie - längerdauernde "Laufhilfen" (Langzeitweiterbildungen) zu konzipieren.
Während sich bei den Kursinhalten manches gehalten hat, ist hinsichtlich der Ausstattung der Stelle der Wandel unüberhörbar. So wurden bei Gründung des Amtes lediglich folgende Anschaffungen getätigt: Ein Pult, ein Schreibmaschinentisch, eine Schreibmaschine und ein Stuhl. Couverts und Papier durften laut Reglement in den Räumen der kirchlichen Zentralverwaltung - die Stelle war im Berner Bürenpark untergebracht - aufbewahrt werden. Ebenso war es gestattet, deren Vervielfältigung- und Kopierapparat zu gebrauchen, wobei jede Benutzung auf einem vorgedruckten Papier festzuhalten war. Und über jedes geführte Telefongespräch musste Buch geführt werden.
Charles Buri ist am 15. November 2006 gestorben. Er war einer der Pioniere der kirchlich-institutionell verankerten Pfarrerinnen- und Pfarrerweiterbildung. Sein Nachfolger als Beauftragter für die Pfarrerinnen- und Pfarrerweiterbildung war von Mai 1992 an Pfr. Eduard Fuhrer. Unter ihm erfuhr das Angebot an Langzeitweiterbildungen einen deutlichen Ausbau: Der Diplomkurs in Erwachsenenbildung, von Charles Buri initiiert, wurde weitergeführt und durch die Erziehungsdirektion des Kantons Bern und die SVEB anerkannt. Neu ins Programm aufgenommen und zweimal durchgeführt wurde der modulare Langzeitkurs in Themenzentrierter Interaktion TZI (mit dem Psychoanalytiker Hartmut Raguse, einem langjährigen Kursleiter in der pwb). Es folgten lange Weiterbildungen mit Zertifikat in Bibliodrama und in Systemischer Seelsorge (zusammen mit Prof. Christoph Morgenthaler). In Zusammenarbeit mit der theologischen Fakultät und der Weiterbildungsstelle der Universität Bern sowie mit a+w Zürich wurde die "Berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Ausbildungspfarrer/in" (BAA) durchgeführt, ein gesamtschweizerisches und ökumenisches Grossprojekt. Gemeinsam mit seinen Kollegen Hans Strub und Hansruedi Pfister von den Konkordatskirchen etablierte Eduard Fuhrer ein spezielles Programm für Pfarrerinnen und Pfarrer in den ersten Amtsjahren (WeA).
Schwerpunkte setzte der damalige Fachstellenleiter u.a. in den Bereichen Spiritualität und Meditation, Film (unter ihm wurden die Filmkurse in Biel mit Hans Hodel und Olaf Schmalstieg und die Kurse am Filmfestival von Locarno eingeführt), Theologie und Kunst, Seelsorge, Liturgie (z.B. Sprech- und Ausdrucksformen im Gottesdienst, mit der Reihe "Ausdruck macht Eindruck"). Ein besonderes Anliegen war Eduard Fuhrer die Klärung des Verhältnisses von Berufsbild und Persönlichkeit im Pfarramt, bahnten sich doch tiefgreifende Veränderungen im Amtsverständnis an, die bis heute fortwirken. In seine Amtszeit fielen auch zahlreiche Reglementsanpassungen, die ihrerseits Veränderungen in der Bildungslandschaft und Reorganisationen der gesamtkirchlichen Ämter aufnahmen - ein Ende dieser Bemühungen ist nicht abzusehen!
Eduard Fuhrer kehrte auf Anfang 2001 ins Pfarramt zurück (Kirchgemeinde Steffisburg BE). Die Leitung der Berner Pfarrerinnen- und Pfarrerweiterbildungsstelle ging Mitte 2001 an den Schreibenden über. Das Amt war unterdessen in "Fachstelle Weiterbildung" umbenannt worden. Mit dem Amtsantritt von Hermann Kocher kamen neue Aufgaben dazu, u.a. die Beratung von SDM, KatechetInnen und ErwachsenenbildnerInnen (neben den Pfarrpersonen) in Weiterbildungsfragen und die Behandlung der Gesuchen für die Subventionierung von deren Weiterbildung. Die Fachstelle, die während ein paar Jahren am Helvetiaplatz in Bern untergebracht war, zügelte zurück in den Bürenpark. Damit verbunden war eine Umteilung vom Bereich Katechetik in den neu geschaffenen Bereich Theologie (unter Leitung von Pfrn. Astrid Maeder bzw. Synodalrat Pfr. Dr. Andreas Zeller als zuständigem Departementschef). Im Jahr 2006 wurde ausserdem das Sekretariat mit Christine Ris neu besetzt. Sie trat die Nachfolge der langjährig tätigen Mitarbeiterinnen Marianne Zwahlen und Christine Gfeller-Hegnauer (ab 1994) an.
Als Hauptaufgaben des Fachstellenleiters zählt das Pflichtenheft auf: Planen und Durchführen von Weiterbildungsveranstaltungen, Beratungstätigkeit, Konzeptionelle Arbeit, Zusammenarbeit mit der Weiterbildungskommission der Ref. Kirchen Bern-Jura-Solothurn, Pflege von berufsrelevanten Kontakten, Mitarbeit bei Projekten des Bereichs Theologie. Ein neues Gesicht hat die Stelle vor allem durch die verstärkte Zusammenarbeit mit den Partnerstellen in Zürich (a+w) und Neuenburg (opf) bekommen. Die durch die Kirchen von Bern, Zürich und der CER geschlossene und von den meisten Kantonalkirchen mitgetragene schweizerische Weiterbildungsvereinbarung bringt viel Mehrarbeit, in erster Linie aber neue Chancen und Herausforderungen.
Thematisch konnte manches, was die Vorgänger initiiert hatten, aufgenommen und ausgebaut werden (u.a. der Bereich Film, ergänzt durch Literaturkurse). Etwas stärker gewichtet werden die Kompetenzen der Pfarrerinnen und Pfarrer in (systematischer) Theologie. Ein grosses Anliegen ist dem Stelleninhaber der interreligiöse Dialog (Zyklus "Islam") und die ökumenische Zusammenarbeit in der Weiterbildung mit Partnerinnen und Partnern der römisch-katholischen und christkatholischen Kirche. In enger Kooperation mit Hans Strub in Zürich werden auch regelmässig Kurse im Bereich Kybernetik (Leitungsfragen und Gemeindeentwicklung, ekklesiologische Aspekte) angeboten. Gefördert werden Supervision und Coaching, u.a. durch Mitarbeit des Stellenleiters bei der Entwicklung des Coachings für Pfarrerinnen und Pfarrer in den ersten Amtsjahren (CeA). Als grössere Aufgabe steht im Moment an, die Langzeitweiterbildungen (pwb ist hier vorab im Bereich Seelsorge engagiert) in Gefässe zu bringen, die kompatibel mit den Anforderungen von Bologna sind. Ab 2008 wird auf dieser Basis ein weiterer Zertifikatskurs in "Systemischer Seelsorge" angeboten werden. Gleichzeitig soll eine Langzeitweiterbildung in "Heimseelsorge" anlaufen.
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