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13-62: «Wer mein Fleisch isst …» (Joh 6,54)

Die Abendmahlstexte im jüdischen Kontext

Veranstalter: a+w
Inhalt:

Die Lektüre der Abendmahlstexte der synoptischen und johanneischen Tradition aus einem jüdischen Kontext heraus eröffnet ein besseres Verstehen des Abendmahls. Eine ökumenische Verständigung der Eucharistie erscheint plötzlich möglich.

Die ersten drei Evangelien des Kanons stellen die Einsetzung der Eucharistie durch Jesus innerhalb eines Pessachmahles dar, des letzten Mahles Jesu mit seinen Schülern. Nach den Einsetzungsworten selbst, die auch von Paulus in 1. Korinther 11,23–25 als ihm schon vorgegebene Tradition überliefert werden, handelt Jesus mit dem Brechen des Brotes und dem dazu gesprochenen Segensspruch und dem Nehmen des Bechers mit Wein und dem dazu gesprochenen Segensspruch wie jeder jüdische Hausvater es tut, und zwar nicht nur beim Pessachmahl, sondern auch beim Mahl am Beginn des Schabbat. Damit ist ein eindeutig jüdischer Kontext vorgegeben. Aber sprengen nicht die Deuteworte selbst den Rahmen des Judentums?
Diese Frage stellt sich noch einmal verschärft vom eucharistischen Text des Johannesevangeliums her, wo in 6,51–58 vom Essen des Fleisches Jesu und dem Trinken seines Blutes die Rede ist. In der Regel wird behauptet, das könne nicht auf jüdischem Boden formuliert sein, da Blutgenuss im Judentum strikt verboten ist. Das trifft zwar zu, ist hier aber dennoch kein tragfähiges Argument, da die Bibel metaphorisch vom Trinken des Blutes spricht. Dem – und den daraus sich ergebenden Konsequenzen – soll genauer nachgegangen werden.

 
Zielsetzung:

Durch eine konsequente Lektüre der neutestamentlichen Abendmahlstexte in ihrem jüdischen Kontext soll ein besseres Verstehen des Abendmahls gewonnen werden. Vielleicht ist auch eine ökumenische Verständigung zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation im Blick auf Abendmahl/Eucharistie erst möglich, wenn die jüdische Verwurzelung dieser rituellen Praxis wirklich wahrgenommen ist.

 
Zielpublikum:

Theologinnen und Theologen

 
Leitung:
  • Prof. em. Dr. Klaus Wengst, Bochum
  • Pfr. Paul Leuzinger, Zürich.
 

  Dieser Kurs wurde annulliert!
Datum: 08.09.2013 bis 12.09.2013
Ort: Convento Bigorio, TI
Preis: Fr. 1290.- (Kursgeld 710.-, Unterkunft, Verpflegung, Kursraum 550.-, Annullationskostenversicherung 30.-)
Anmeldeschluss: 31.03.2013

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